CEOs for Berlin im Dussmann KulturKaufhaus
Vom Reinigungs- und Pflegedienst „Pedus“ zum Global Dienstleistungs-Champion
Text: Jörg K. Ritter I Koordinator VBKI Forum CEOs for Berlin
Das Dussmann-Kulturkaufhaus kannten bereits alle CEOs, die der Einladung von Wolf-Dieter Adlhoch, CEO der Dussmann Group, am Abend des 23. September 2026 gefolgt und gemeinsam mit der Inhaberin und Vorsitzenden des Stiftungsrates der Dussmann Group, Catherine von Fürstenberg-Dussmann, bei einem Empfang im KulturKafe in der zweiten Etage zusammengekommen sind. Der Chef des Hauses, Thomas Burger, führte uns dann durch die Etagen und informierte über die beindruckende Entwicklung dieses „Juwel“ an der Friedrichstraße. Die Idee dafür hatte der Gründer und kreative Kopf des Unternehmens, Peter Dussmann, der den „Kultur-Späti“ am 31. Oktober 1997 eröffnete. Wie immer war dieses Haus auch an diesem Abend voller Berliner und Berlinerinnen und ihren Gästen, die sich mit den vielfältigen Kultur-Angeboten vertraut machten.
Auf der Basis von Kooperationsvertragen, die unter anderem mit einem Musik-Gymnasium abgeschlossen wurden, waren wir beeindruckt von einer jungen Violinistin, die – wie auch andere junge Nachwuchstalente – die Möglichkeit zum Proben in der Musikabteilung des Hauses erhalten.
Danach ging es in die 7. Etage, in der der Vorstand der Dussmann Group seine Büros hat und ein überraschend innovatives wie gleichermaßen leckeres Abendessen auf uns wartete. In einem späteren Vortrag des für den Food-Service Geschäftsbereich zuständigen Leiters erfuhren wir, dass Dussmann täglich 500 000 Essen für Kitas, Schulen und Mitarbeiter:innen in vielen Ländern bereitstellt, unter anderem auch mit Spezialschiffen an Offshore-Plattformen liefert.
Interessant und ernüchternd war auch die Tatsache, dass wir bereits heute in der Welt in der Lage sind, zwar täglich Essen für 12 Mrd. Menschen zu produzieren, aber ein Drittel davon auch täglich vernichtet wird, weil nicht nachhaltig verwertbar bzw. nicht mehr genießbar.
Nachdem der CEO und Vorsitzende des Vorstandes der Dussmann Group, Wolf-Dieter Adlhoch, uns während des Abendessen eine beeindruckende Einsicht in das traditionelle und innovative Geschäfts- und Dienstleistungs-Portfolio gegeben hat, wurden jedem klar, welche unternehmerische Kompetenz und Vision notwendig war und ist, eine Unternehmensgruppe mit heute 3,4 Mrd. Euro Umsatz, über 72 000 Mitarbeiter:innen in 23 Ländern aufbauen und entwickeln zu können.
Fotos: Thomas Ecke
Nicht zuletzt war der Abend, wenige Tage nach einer Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus mit durchaus unerwarteten Wahlergebnisse, die insbesondere die linken und rechten Ränder und nicht die demokratische Mitte in Berlin gestärkt haben, ein Grund für eine intensivere Diskussion. Eine spannende Key Note dafür erhielten wir vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Dussmann Group, Prof. Dr. Roland Koch, der mit seiner Erfahrung und Weitsicht, seinem politischen Sachverstand und seiner realistischen Einordnung „Die Lage der Nation“ aus seiner Sicht beschrieben hat und dadurch viele Fragen und Beiträge von Teilnehmer:innen im positiven Sinne provoziert hat, was zu einer sehr angeregten Diskussion bis weit nach 23.00 Uhr geführt hat. Ziemlich klar war im Ergebnis der Diskussion, dass es bereits viele sinnvolle Entscheidungen der Regierung gibt, die nicht in genügendem Maße kommuniziert werden, aber die angekündigten großen Reformen zur Rente, Gesundheit, Pflege, Steuer und Energie endlich beschlossen und umgesetzt werden müssen. Auch klar war, dass ein Kanzlerwechsel nicht die Lösung der Problem bringt und es wenig Sinn macht, vor allem durch die Medien diese Frage immer wieder zu strapazieren und damit kostbare Zeit für das Finden von konstruktiven Lösungen zu vergeuden.
Was Berlin anbetrifft, waren sich auch alle einig, dass die gegenwärtig beabsichtigte rot-grüne-rote Koalition unter Führung der Linken und der Ziele aus ihrem Wahlprogramm zu keinem besserem Miteinander der Berlinerinnen und Berliner führen wird. Ein Ergebnis dieser Wahl und die Entscheidung der Linken zu Olympia hat leider auch dazu geführt, dass der Berliner Senat an diesem Tag die Rücknahme der Olympia-Bewerbung Berlin+ entschieden hat. Nun wird es um eine neue Vision für die Entwicklung der Metropolregion gehen, die möglicherweise mit einer Bewerbung für die Expo 2035 und deren Umsetzung die wirtschaftliche Entwicklung positiv beeinflussen könnte, Investoren nach Berlin holt und wieder die notwendige Leidenschaft für die Weiterentwicklung unserer Stadt entstehen lässt.
